Wirtschaft - Viehmarkt 1925

Viehmarkt um 1925. Im Hintergrund ist das Geburtshaus des Landschaftsmalers Julius Kornbeck zu sehen. Foto: Eugen Weber.

Stadtarchiv Winnenden, Bildarchiv

Wirtschaft

Winnenden ist die älteste Stadt im Rems-Murr-Kreis. 1212 erlangte es die Marktgerechtigkeit. Jahrhundertelang bildete die Abhaltung von Märkten seine wirtschaftliche Grundlage. In diesem Themenraum werden nach und nach die bedeutendsten Märkte vorgestellt. Früher gab es außer dem Wochenmarkt und Krämermarkt noch den Holzmarkt, Kornmarkt oder Viehmarkt. Besondere Märkte der letzten Jahrzehnte waren der Maimarkt und der Weihnachtsmarkt.  

Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein dominierten, vom Marktgeschehen abgesehen, die Landwirtschaft und das Handwerk. 1876 erhielt Winnenden Anschluss an die Eisenbahn, die gemeinhin als Schrittmacher für die Industrialisierung gilt. Bis zur Ansiedlung der ersten größeren Fabrik, der Ziegelwarenfabrik Winnenden GmbH, vergingen aber mehr als 20 Jahre. Vor dem Zweiten Weltkrieg kam die Firma Kärcher hierher, die heute Weltmarktführer im Bereich Reinigungssysteme ist. 1963 wurde die AEG-Fabrik für Elektrowerkzeuge eröffnet. Gleichzeitig war es der Stadt konstant wichtig, das heimische Gewerbe zu fördern.  

Im gegenwärtigen Stadtbild nicht mehr ersichtlich ist, dass einst zahlreiche Gast-, Speise- und Schankwirtschaften existierten. Auch sie sollen in Erinnerung gerufen werden. Charakteristisch für den Themenraum „Wirtschaft“ wird sein, dass sowohl große Entwicklungslinien gezeichnet als auch einzelne Betriebe in den verschiedenen Sektoren präsentiert werden.