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Gesamtansicht der Stele, 2026. Foto: Peter Hoffmann.

Stadtarchiv Winnenden, Bildarchiv

Gedenkstein für Alfred Kärcher

Station Stadtrundgang

Einleitung

Seit 2001 befindet sich auf dem Gelände der Firma Alfred Kärcher SE & Co. KG eine Stele für den Gründer gleichen Namens. Hauptbestandteil der Skulptur ist ein hoher Granitblock, der widerum aus einzelnen Granit-Elementen besteht. Der Naturstein wird in der Bildhauerei nicht nur aufgrund seiner hohen Verwitterungsbeständigkeit häufig verwendet. Verschiedene Elemente erinnern an die Verdienste Alfred Kärchers, darunter eine Ehrentafel mit Inschrift. Für die Informationen zu dem Kunstwerk sei dem Archivar des Unternehmens, Herrn Oliver Häuser, herzlich gedankt.   

Motive

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Auf diesem Foto kann man die Ehrentafel, die drei Dreiecke im Quadrat und die Büste Alfred Kärchers sehen, aufgenommen 2026. Foto: Peter Hoffmann.

Stadtarchiv Winnenden, Bildarchiv

Am 27. März 2001 wäre Alfred Kärcher 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass erschuf der Bildhauer Martin Kirstein den Gedenkstein, der beim Haupteingang aufgestellt wurde. Zu dem Block führen Stufen hinauf. Laut Kirstein sollen sie „als Symbol für einen kontinuierlichen Aufstieg gesehen werden, gewissermaßen für das Wachstum der Firma“. Eine Bronzetafel oberhalb der Treppe würdigt Kärchers Erfindungen, seinen Pioniergeist, Weitblick und Mut. Darüber sind drei umgekehrte Dreiecke im Quadrat abgebildet, die Bestandteil des Firmenlogos bis 2015 waren. Sie versinnbildlichen die durch Reinigung disziplinierten Elemente Feuer, Wasser und Luft. In den Stein eingelassen ist zudem eine Büste von Alfred Kärcher.  

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Ehrentafel mit Inschrift auf dem Gedenkstein für Alfred Kärcher, aufgenommen 2026. Foto: Peter Hoffmann.

Stadtarchiv Winnenden, Bildarchiv
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Blick auf die Büste Alfred Kärchers, aufgenommen 2026. Foto: Peter Hoffmann.

Stadtarchiv Winnenden, Bildarchiv

Enthüllung

Die Stele wurde enthüllt im Rahmen eines Festakts am 27. März 2001. Redner wie Oberbürgermeister Bernhard Fritz, Landrat Horst Lässing und der baden-württembergische Wirtschaftsminister Walter Döring erinnerten bei der Feier an Alfred Kärcher, der den Grundstein für die weitere Entwicklung des Unternehmens gelegt hatte. Wie die Winnender Zeitung vom 29. März berichtete, kam auch das Geschäftsjahr 2000 zur Sprache. Mit fast 1,9 Milliarden Mark Umsatz, weltweit 35 Tochtergesellschaften und rund 5.500 Beschäftigten sei es das bis dahin erfolgreichste der Firmengeschichte gewesen.  

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Bericht über den Festakt in der Winnender Zeitung vom 29. März 2001.

Stadtarchiv Winnenden

Stadtgeschichtlicher Kontext

Die Geschichte der Firma Kärcher in Winnenden beginnt im Jahr 1939. Aus den im Stadtarchiv aufbewahrten „Verzeichnissen über Zahl und Art der Gewerbebetriebe“ geht hervor, dass die Anmeldung zum 1. Juli erfolgte. Während des Zweiten Weltkriegs erhielt das Unternehmen zunehmend Rüstungsaufträge, produzierte etwa Kabinenheizgeräte für die Luftwaffe. 1950 brachte Alfred Kärcher seine bedeutendste Erfindung auf den Markt: den ersten Heißwasser-Hochdruckreiniger. Heute ist Alfred Kärcher SE & Co. KG Weltmarktführer im Bereich Reinigungstechnik. 

Michaela Couzinet-Weber

06 Kirstein-Stele Kärcher_1939 Eintrag Gewerbeverzeichnis

Anmeldung der Firma Kärcher im Winnender Gewerbeverzeichnis. In dem abgebildeten Auszug sind folgende Spalten ausgefüllt: Lfd. Nr., Name (Firma) und Wohnort und Wohnung des Gewerbe- oder Handeltreibenden und Art des Betriebs, Tag des Eingangs, Tag der Weitergabe an das Finanzamt, Grund der Meldung. 

Stadtarchiv Winnenden, Verzeichnisse über Zahl und Art der Gewerbebetriebe in Winnenden (Rechnungsjahr 1939)