Am Donnerstag, den 23. April 2026, findet um 19.30 Uhr in der Scheune des Burghotels und Restaurants „Schöne
Aussicht“ in Bürg ein Vortrag über die Geschichte des Winnender Einzelhandels im 18. Jahrhundert statt. Referent ist Dr. Daniel Menning vom Seminar für Neuere Geschichte an der Universität Tübingen. Den Abend veranstaltet das Stadtarchiv Winnenden in Kooperationmit dem Verein Attraktives Winnenden, dem Verband der Selbständigen und dem Historischen Verein.
Das Aussterben der Innenstädte und der Aufstieg des Onlinehandels verändern nicht erst seit Corona, wie Menschen einkaufen. Tatsächlich beobachten wir gegenwärtig nur eine von zahlreichen Umbruchperioden in der Geschichte des Einzelhandels. Über seine Entwicklung im 18. Jahrhundert in Winnenden spricht der Tübinger Historiker Daniel Menning. Die Zahl der Handelsleute und Zuckerbäcker, die Läden eröffneten, stieg damals zusehends an. Und neue Güter wie Kaffee, Zucker oder Baumwolle hielten Einzug in das Sortiment.
Menning richtet den Blick auf die Kaufleute, das Warenangebot sowie auf die Kundinnen und Kunden. Dabei kommt er zu dem Ergebnis, dass der Einzelhandel in Winnenden sich im 18. Jahrhundert stark gewandelt hat. Einige Geschäftsinhaber brachten es zu beachtlichem Wohlstand. Genannt sei Johannes Hauber, der zeitweise auch Bürgermeister war. 1736/37 ließ er in der heutigen
Marktstraße 24 ein repräsentatives Gebäude mit Barockfassade errichten.Weil
auf dem Dach des Hauses bis in das 20. Jahrhundert hinein Störche nisteten,
wird es allgemein als „Storchenhaus“ bezeichnet.
In der Scheune des Hotel-Restaurants Schöne Aussicht ist am Tag des Vortrags
bereits ab 18 Uhr reserviert, so dass Teilnehmende gerne vorher essen können.
Um Anmeldung bei Herrn Diethard Fohr, Sprecher der Initiative Stadtmuseum im Historischen Verein, wird gebeten unter Telefon 0162/2672596 oder per
E-Mail an diethardfohr50@aol.com.